Batralzem
Batralzem ist ein klassischer „Aufgesetzter“ aus einem Korn und Wermut. Er wird nicht vermaischt und gebrannt, dazu wäre der Fruchtzuckeranteil im Wermut viel zu gering, sondern die frischen Kräuter werden auf einem Korn angesetzt, so dass sich die Aromen des Wermuts im Alkohol lösen.
Der Wermutstrauch wird oft einfach als Absinth oder Wurmtod bezeichnet. Er wächst an steinigen Orten, Mauern und Burgruinen, und wird nur an wenigen Stunden im Jahr geerntet.
Die Medizin schätzt ihn als Heilmittel.
Batralzem ist ein typisches Getränk aus der Eifel und galt in früherer Zeit wie auch heute noch als Heilmittel der Wahl bei großen und kleinen Beschwerden.
Wermut
Die Legenden über die Wirkung des Wermuts (lat.: Artemisia absinthium) reicht bis in die Zeit der Antike zurück. Bereits Pythagoras und Hippokrates empfahlen die bitter schmeckende Pflanze als Mittel gegen allerlei Wehwehchen.
Im Mittelalter glaubte man sogar, die Pest mit Hilfe der graugrünlichen Pflanze fern halten zu können, indem man sie im Dachgebälk befestigte oder unter sein Kopfkissen legte.
Tatsächlich kann der zu den Beifussgewächsen zählende Wermut Leiden lindern. Als Tee oder Tinktur hilft Wermut bei Magen-, Darm- und Gallenbeschwerden.
Die medizinische Wirkung begründet sich in dem Bitterstoff Absinthin und dem ätherischen Öl Thujon. Jenes Thujon ist es auch, dem der Absinth seinen bewusstseinserweiternden Einfluss verdankt.